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Spezielle
Grundlagen der Ernährung |
Wie bereits erwähnt, wird der
Energiebedarf durch unterschiedliche Faktoren bestimmt, wie z.B. Geschlecht,
Alter, Gewicht, Konstitution und sportliches Training. Auf Grund der
verschiedenen Anforderungen in den einzelnen Disziplinen setzt sich
dementsprechend auch die Nahrung unterschiedlich zusammen, so ernährt sich
ein Marathonläufer anders als ein Gewichtheber. Der Marathonläufer
wird sich von sehr viel Kohlenhydraten, Obst, Gemüse und wenig Fleisch
ernähren, während der Gewichtheber den Schwerpunkt auf
Eiweißlieferanten wie Milch, Quark und Fleisch legen wird. Allgemein
lässt sich sagen, dass die Ernährung bzw. die Ernährungsweise
des Sportlers folgenden Grundsätzen (vgl. KONOPKA P. 1994) folgen sollte:
- Bedarfsgerechte Energieaufnahme zur
Sicherung einer ausgeglichenen Energiebilanz.
- Bedarfsgerechte Aufnahme hochwertiger
energieliefernder Grundnährstoffe in einem opt. Verhältnis zur
Sicherung des für die jeweilige Sportart richtigen Aufbau- und
Belastungsstoffwechsels
- Bedarfsgerechte Aufnahme aller
erforderlichen Vitamine zur Sicherung eines optimalen Stoffwechselablaufes.
- Bedarfsgerechter Ersatz von
Mineralstoffen und Spurenelementen zur Regulation des hohen
Stoffwechselumsatzes.
- Bedarfsgerechte
Flüssigkeitsaufnahme zur Sicherung der Flüssigkeitsbilanz bei
vermehrter Beanspruchung des Wasser- und Säure- Basen Haushaltes sowie der
Wärmeregulation.
Für die Einhaltung der oben
genannten Grundsätze, muss der Sportler über den jeweiligen
physiologischen Brennwert der einzelnen Grundnährstoffe bescheid wissen,
damit er die verloren gegangene Energie möglichst ökonomisch wieder
ersetzen kann. So liefern die Fette zwischen 37 und 40 kj (8,8 - 9,6 kcal), die
Kohlenhydrate zwischen 16-18 kj (3,8 - 4,3 kcal) und die Eiweiße 16-19 kj
(3,8 - 4,5 kcal) pro Gramm (KRAUT/WIRTHS 1981, 30). |
| Spezielle
Ernährung des Ausdauersportlers |
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Ausdauerbelastungen oder
Ausdauersportarten sind gekennzeichnet durch ihre lange Dauer bzw.
Streckenlände, wobei man unter Ausdauer die Widerstandsfähigkeit des
Organismus gegen Ermüdung versteht. Allgemein kann man die Ausdauer in
zwei Bereiche untergliedern, nämlich die intensive Ausdauerbelastung, hier
spielen die Glykogenbestände (Kohlenhydratstoffwechsel) zur
Energiegewinnung die entscheidende Rolle und die extensive Ausdauerbelastung
(größerer Trainingsumfang, d.h. längere Strecke bzw.
Zeitdauer), hier tritt verstärkt der Fettstoffwechsel in Erscheinung.
Somit erfolgt eine unterschiedliche Energiebereitstellung aufgrund der
Intensität und Dauer innerhalb der Ausdauerbelastung. |
| Ernährung in
der Vorwettkampfphase |
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Bei den Ausdauersportarten beträgt
die Vorwettkampfphase in der Regel 5 - 7 Tage vor dem Wettkampf. Hier erfolgt
eine Überladung der Glykogendepots, mit Hilfe des aus der
Trainingswissenschaft bekannten Prinzips der Superkompensation. Der
Gesamtenergiebedarf liegt in dieser Periode jedoch deutlich niedriger als in
der Trainingsphase, da bei gleichbleibender Belastungsintensität vor allem
Umfang und Dauer stark gedrosselt werden. |
| Ernährung am
Wettkampftag |
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Am eigentlichen Wettkampftag, sollte der
Energiebedarf zu 60 - 65 % mit Kohlenhydraten gedeckt werden. Jedoch sollten
die Kohlenhydratspeicher jetzt schon ausreichend gefüllt sein, um
über genügend Energie (2000 - 3000 kcal) zu verfügen. Die letzte
Mahlzeit vor dem Wettkampf wird zwei bis drei Stunden vor dem Start eingenommen
(meist ein gewohntes Müsli). Eine eigentliche Wettkampfverpflegung ist nur
bei Sportarten notwendig, die länger als zwei bis drei Stunden dauern,
also beim 50 km Gehen oder Skilanglauf über längere Strecken. Eine
wesentliche Komponente im Ausdauersport stellt jedoch die ausreichende
Versorgung mit Mineralstoffen und Flüssigkeit dar, besonders bei hohen
Temperaturen (siehe Mineralstoff- und Flüssigkeitsbilanz). |
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| Ernährung in
der Regenerationsphase |
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In der Regenerationsphase ist die
Kohlenhydratzufuhr möglichst bald nach dem Wettkampf dringend
erforderlich, um die Glykogendepots wieder zu füllen und damit die
Regenerationsphase zu beschleunigen. Eventuell verlorengegangenes
Muskeleiweiß, vor allem aber die Veränderung der Enzymsysteme, kann
durch etwa 1,5 Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht und Tag schnell
wieder regenerieren. |
| Übersicht |
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Prozentualer Anteil der verschiedenen
Energielieferanten in den unterschiedlichen Trainingsphasen (nach GEISS/HAMM
1992, 191) |
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Training |
| Kohlenhydrate |
62% |
| Fett |
25,7% |
| Eiweiß |
12,5% |
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Vorwettkampf |
| Kohlenhydrate |
70% |
| Fett |
20% |
| Eiweiß |
10% |
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Wettkampf |
| Kohlenhydrate |
62% |
| Fett |
25,5% |
| Eiweiß |
12,5% |
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Regeneration |
| Kohlenhydrate |
57,7% |
| Fett |
27,5% |
| Eiweiß |
15% |
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Bei mehreren Starts am gleichen Tag mit
kurzen oder längeren Zwischenpausen sollten feste Nahrungsmittel in
kleinen, leicht verdaulichen kohlenhydratreichen Mahlzeiten zugeführt
werden. Auf nicht zu kalte Getränke ist zu achten! |
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