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Ein wesentliches Merkmal des Lebens ist
die fortwährende Aufnahme und Abgabe von Stoffen, der Stoffwechsel
(Metabolismus). Die Summe aller Vorgänge, durch die dem lebenden
Orga-nismus die zur Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge erforderlichen
Substanzen von außen zugeführt werden, nennt man Ernährung
(KÜHNAU 1980, 1).
Das Material für die Ernährung
stellt die Nahrung dar. Sie wird in fester oder flüssiger Form angeboten
und muss, bevor sie im Organismus verwertet werden kann, aufbereitet werden.
Als Nahrungsmittel werden alle pflanzlichen und tierischen Produkte bezeichnet,
die zum Aufbau und zur Erhaltung des menschlichen Körpers sowie zur
Energielieferung beitragen (KRAUT/ MOHR 1981, 5). Die Zahl der Nährstoffe
zur Energiegewinnung (Kohlenhydrate, Fette, Eiwei-ße) ist
verhältnismäßig klein, die Zahl der Nahrungsmittel ist dagegen
unbegrenzt groß. Wir können unseren Bedarf an Nährstoffen mit
verschiedenen Nahrungsmitteln decken, weil unser Körper die Nahrungsmittel
in ihre Bestandteile zerlegen, das Brauchbare behalten und das Un-brauchbare
abgeben kann.
Von dem Nahrungsmittelbegriff im
allgemeinen Sinn ist der Ausdruck Genussmittel abzugren-zen. Genussmittel
beinhalten Substanzen, die praktisch keinen kalorischen Nährwert besitzen,
aber dennoch eingenommen werden, um bestimmte Wirkungen auf die Geschmacks- und
Geruchsrezeptoren, die Magen- und Darmtätigkeit, das Herz-Kreislaufsystem
oder das Zentral-nervensystem zu erzielen (KIPKE 1977, 286 ) |